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WEKA (bli) | News | 25.11.2019

Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter und Kunden – steuerlich absetzbar?

Jedes Jahr aufs Neue stellen sich arbeitsrechtliche Fragen wie: Können Geschenke steuerlich abgesetzt werden? Macht es einen Unterschied wer der Geschenkempfänger ist?

Geschenke an Mitarbeiter

Lohnsteuer:

Nicht nur Barlöhne, sondern auch Sachbezüge (geldwerte Vorteile), worunter auch Weihnachtsgeschenke fallen, sind grundsätzlich lohnsteuerpflichtig. Es gibt jedoch eine Ausnahme und zwar geldwerte Vorteile aus der Teilnahme an Betriebsveranstaltungen und dabei empfangene Sachzuwendungen.

Bezüglich der Lohnsteuerfreiheit muss Folgendes beachtet werden:

  • Sachzuwendungen bis max 186 Euro pro Mitarbeiter sind jährlich steuerfrei.
  • Geldzuwendungen sind immer steuerpflichtig, nur Sachzuwendungen sind steuerfrei. Zu den Sachzuwendungen zählen unter anderem auch Gutscheine und Geschenkmünzen, die nicht in Bargeld eingelöst werden können, aber auch Goldmünzen und Golddukaten. Auch Autobahnvignetten gehören nach Meinung des Finanzministeriums dazu.
  • Sachzuwendungen dürfen keine Belohnung des Mitarbeiters sein, zB für gute Arbeitsleistung, sondern müssen aus einem bestimmten Anlass, zB Weihnachten, an alle Mitarbeiter erfolgen.
  • Das Abhalten einer Betriebsveranstaltung, zB Weihnachtsfeier, ist jedoch nicht erforderlich für die Steuerfreiheit. Wird eine solche Veranstaltung abgehalten, dann darf der geldwerte Vorteil aus der kostenlosen Teilnahme (wie zB Verpflegung, Reisen etc.) allerdings 365 Euro pro Mitarbeiter im Jahr nicht übersteigen, damit dieser steuerfrei ist.

Einkommensteuer:

Geschenke an Mitarbeiter können als Betriebsausgabe (freiwilliger Sozialaufwand) geltend gemacht werden.

Umsatzsteuer:

Geschenke für Mitarbeiter unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuer. Ausnahmen bestehen für Aufmerksamkeiten. Voraussetzung für die Umsatzsteuerpflicht ist, dass für das Geschenk ein gänzlicher oder teilweiser Vorsteuerabzug möglich war. Bemessungsgrundlage ist hierbei der Einkaufspreis bzw die Selbstkosten.

Geschenke an Kunden/Geschäftspartner

Einkommensteuer:

Weihnachtsgeschenke für Kunden oder Geschäftspartner können nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden, denn sie fallen unter den sog „nicht abzugsfähigen Repräsentationsaufwand“. Ausnahmen bestehen jedoch für Geschenke, die aus Gründen der Werbung überlassen werden, wie zB Kalender, Kugelschreiber mit Firmenlogo etc. Diese können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.

Umsatzsteuer:

Kundengeschenke unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuer, wenn für sie ein gänzlicher oder teilweiser Vorsteuerabzug möglich war. Umsatzsteuerbefreit sind jedoch Geschenke von geringem Wert (bis zu 40 Euro), wobei der Gesamtwert an Geschenken, die an einen Empfänger pro Kalenderjahr abgegeben werden, diese 40 Euro-Grenze nicht überschreiten darf.

Quelle:

Portal WKO

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