Dokument-ID: 128988

Vorschrift

Exekutionsordnung (EO)

Inhaltsverzeichnis

§ 184. Widerspruchsgründe

idF BGBl. I Nr. 59/2000 | Datum des Inkrafttretens 01.01.2002

(1) Ein Widerspruch gegen die Ertheilung des Zuschlages an den Meistbietenden kann nur darauf gestützt werden, dass:

  1. die Frist zwischen der Aufnahme des Versteigerungsedikts in die Ediktsdatei und dem Versteigerungstermin nicht einmal einen Monat betragen hat;
  2. die Bekanntmachung des Versteigerungstermines nicht den vorgeschriebenen Inhalt hatte oder nicht in der gesetzlich bestimmten Art veröffentlicht wurde;
  3. nicht alle vom Versteigerungstermin zu verständigenden Personen verständigt wurden;
  4. das Versteigerungsverfahren ohne Rücksicht auf einen etwa gefassten Einstellungsbeschluss fortgesetzt wurde;
  5. bei der Versteigerung die Bestimmungen der §§. 180 und 181 nicht beachtet oder ein Bieter mit Unrecht zurückgewiesen wurde;
  6. die Bedingungen, unter denen das höchste Anbot abgegeben wurde, von den Versteigerungsbedingungen abweichen, oder das Anbot, für das der Zuschlag verlangt wird, nach diesen Versteigerungsbedingungen nicht zugelassen werden durfte;
  7. dem Meistbietenden die Fähigkeit zum Vertragsabschlusse oder zum Erwerbe der zu versteigernden Liegenschaft fehlt oder das höchste Anbot durch einen nicht gehörig ausgewiesenen Vertreter abgegeben wurde.
  8. (Anm. d. Red.: Z 8 wurde gem. BGBl. I Nr. 59/2000 aufgehoben.)

(2) Die für den Widerspruch angeführten Gründe sind von amtswegen festzustellen.