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WEKA (bli) | News | 23.08.2016

Explosionsübertragungen im Betrieb effizient verhindern

In diesem Beitrag erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie gefährliche Auswirkungen von Explosionen minimieren können. Achtung: für alle neuen Explosionsschutzeinrichtungen gelten die ExSV 2015 sowie die aktualisierte ATEX-Richtlinie 2014/34/EU94.

Im konstruktiven Explosionsschutz gibt es im Wesentlichen drei Maßnahmen, um Explosionen im Anlageninneren in Bezug auf ihre Auswirkungen nach außen möglichst zu begrenzen:

  • Explosionsfeste Bauweise, Explosionsdruckentlastung
  • Explosionsunterdrückung und
  • Verhinderungen von Explosionsübertragungen

Hinweis:

Seit 20. April 2016 gilt die Explosionsschutzverordnung, ExSV 2015 (BGBl II Nr 52/2016). Alle neuen Explosionsschutzeinrichtungen fallen unter die ExSV 2015 sowie die aktualisierte ATEX-Richtlinie 2014/34/EU94 und müssen daher entsprechend geprüft und gekennzeichnet sein. Mehr Infos dazu siehe auch „Neue Pflichten für Wirtschaftsakteure nach der Explosionsschutzverordnung 2015“.

Explosionsfeste Bauweise, Explosionsdruckentlastung

Anlagenkomponenten, wie zB Behälter, Apparate, Rohrleitungen werden so konstruiert, dass sie einer Explosion im Inneren standhalten und nicht aufreißen. Dabei ist der zu erwartende maximale Explosionsdruck entscheidend. Es kann zwischen einer explosionsdruckfesten und einer explosionsdruckstoßfesten Bauweise gewählt werden.

An dieser Stelle sind auch sog Explosionsdruckentlastungseinrichtungen zu nennen. Darunter sind Vorkehrungen zu verstehen, die bei einer Explosion die abgeschlossene Anlage für kurze Zeit oder bleibend in eine nicht gefährliche Richtung öffnen um Druck abzubauen. Das sind zB Explosionsklappen oder Berstscheiben.

Explosionsunterdrückung

Mit speziellen Einrichtungen wird durch schnelles Einblasen von Löschmitteln in die Anlage verhindert, dass der maximale Explosionsdruck erreicht wird.

Verhinderung von Explosionsübertragungen

Bei einer Explosion kann es zu einer Ausbreitung in vor- und nachgeschaltene Anlagenkomponenten und weiteren Explosionen kommen. Speziell bei der Explosion von Gasen, Dämpfen und Nebeln im Gemisch mit Luft kann das zu sehr hohen Ausbreitungsgeschwindigkeiten führen.

Es gibt folgende Möglichkeiten Explosionen möglichst auf einzelne Anlagenkomponenten zu beschränken und deren Ausbreitung zu verhindern:

  • Flammendurschlagsichere Einrichtungen für Gase, Dämpfe, Nebel: Hier wird unterschieden zwischen explosionssicheren, dauerbrandsicheren und detonationssicheren Armaturen. Diese haben unterschiedliche Funktionen, welche im Beitrag von Dr. Junker näher ausgeführt werden: Konstruktiver Explosionsschutz
  • Entkopplungseinrichtungen für Stäube: Für Stäube gibt es unterschiedliche Einrichtungen, die sich im Anlagenbetrieb bewährt haben, dazu gehören Löschmittelsperren, Schnellschlussklappen und -ventile, Zellenradschleusen, Entlastungsschlote etc.

Weiterführende Informationen

Details zu den Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, im Speziellen zu flammdurchschlagsicheren Einrichtungen und Entkoppelungseinrichtungen finden Sie als Kunde von „Explosionsschutz im Betrieb“ im Beitrag unseres Experten Dr. Junker:

Konstruktiver Explosionsschutz

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