Dokument-ID: 270161

News | 19.05.2011

Neue Kriterien für Abfallende von Metallschrott

Für das vorzeitige Abfallende für Eisen-, Stahl- und Aluminiumschrott sind gemäß einer neuen EU-Verordnung bestimmte Vorgaben bezüglich Sortierung, Fremdstoffanteil etc. zu erfüllen.

Die neue EU-Verordnung Nr 33/2011 von 31. März 2011 legt neue Kriterien fest, wann bestimmte Arten von Schrott nicht mehr als Abfall anzusehen sind. Speziell geht es dabei um

  • Eisen- und Stahlschrott (Artikel 3)
  • Aluminiumschrott (Artikel 4).

Kriterien für Eisen- und Stahlschrott

Wenn folgenden Kriterien erfüllt sind, gilt - und Stahlschrott nicht mehr als Abfall:

  • Nur Abfall, der verwertbares Eisen oder Stahl enthält, darf dem Verwertungsverfahren zugeführt werden. Gefährliche Abfälle dürfen grundsätzlich nicht, dh nur in Ausnahmefällen, verwendet werden (Kriterien des Anhang I Abschnitt 2).
  • Eine Trennung des Eisen- und Stallschrotts von Nichtmetall- und Nichteisen ist am Anfallort bzw bei der Sammlung durchzuführen. Außerdem müssen alle mechanischen Behandlungen zur Vorbereitung von Schrott für die Endverwendung abgeschlossen sein (Anhang I Abschnitt 3).
  • Zur Sicherstellung der Qualität hat die Sortierung des gewonnenen Metallschrotts durch qualifiziertes Personal zu erfolgen. Dabei darf der Gesamtanteil an Fremdstoffen (Nichteisenmetalle, nichtmetallische Stoffe etc) nicht mehr als 2 Gewichtshundertteile (GHT) betragen (Anhang I Abschnitt 1).

Kriterien für Aluminiumschrott

Folgende Kriterien müssen erfüllt werden, damit Aluminiumschrott nicht mehr als Abfall gilt:

  • Bei dem zugeführten Abfall muss es sich um verwertbares Aluminium oder Aluminiumlegierungen handeln. Gefährliche Abfälle dürfen nicht zugeführt werden. Auch für ölhaltige Abfälle gilt ein Verwertungsverbot (Anhang II Abschnitt 2).
  • Es muss eine Aussonderung oder Trennung des Aluminiumschrotts an der Quelle oder bei der Sammlung erfolgen. Für gefährliche Abfälle gibt es besondere Anforderungen. Alle mechanischen Behandlungen müssen abgeschlossen sein. (Anhang II Abschnitt 3).
  • Nach dem Verwertungsvorgang ist eine Schrottsortierung durchzuführen. Der Gesamtanteil an Fremdstoffen darf dabei höchstens 5 GHT enthalten bzw es muss eine Metallausbeute von mindestens 90 % vorliegen. Der Aluminiumschrott darf dabei kein PVC in Form von Beschichtungen, Anstrichen oder Kunststoffen enthalten, da ansonsten dieselben Kriterien wie für Eisen- und Stahlschrott gelten (Anhang II Abschnitt 1).

Qualitätsmanagement

Gemäß Artikel 6 der EU-Verordnung ist vom Erzeuger ein Qualitätsmanagementsystem zu führen, mit dem er die Einhaltung von Artikel 3 und 4 der Verordnung prüfen und nachweisen kann. Er muss dabei der zuständigen Behörde Zugang gewähren, wenn diese es wünscht. Dabei ist Folgendes durchzuführen:

  • Annahmekontrolle des Abfalls, der ein einem Verwertungssystem zugeführt wird
  • Überwachung von Qualität des Schrottes, der Strahlenbelastung und der Behandlungsverfahren
  • Dokumentation der Rückmeldung von Kunden zur Einhaltung der Schrottqualität etc

Die Verordnung tritt nach einem Übergangszeitraum von 6 Monaten am 9. Oktober 2011 in Kraft.

Detailinformationen zum Abfallendeverordnung Metallschrott finden Sie in Kürze im WEKA-Werk „Praxiswissen Abfallwirtschaftsrecht“ Reg. 6, Kap. 9.

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