Ihre Suche nach salicites lieferte 4 Ergebnisse.

Suchergebnis filtern

Suchergebnis filtern

  • Alle Themen
  • Alle Kategorien
  • Jedes Datum
Dokument-ID: 753365

Hanna Salicites | Praxiswissen | Fachbeitrag

3.4.1 Einleitung

Kinder sind auf die vielfältigste Weise, sei es mittelbar oder unmittelbar, Teil von Verfahren vor den ordentlichen Gerichten. •  [Fußnote: Mag.a Hanna Salicites, Universitätsassistentin Forschungsfeld ADR&Mediation@Uni Graz; soweit in der vorliegenden Arbeit auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen aus Gründen des besseren Verständnisses sowie der leichteren Lesbarkeit in nur einer personalen Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer gleichermaßen. Es stellt sich die Frage nach ihrem „Wohl“. Im zivilgerichtlichen Verfahren hat die Wahrung des Wohls des Minderjährigen als oberstes Prinzip zu gelten und ist somit bei Entscheidungen des Pflegschaftsgerichts •  [Fußnote: Daneben nominiert § 137 ABGB auch das Gewaltverbot als Leitprinzip des Kindschaftsrechts Fischer-Czermak in Kletečka/Schauer (Hrsg), ABGB-ON 1.02 (2014) § 137 Rz 3. zu berücksichtigen. •  [Fußnote: Siehe zum Thema Kindeswohl § 138 ABGB Wanderer, Handbuch, Reg 8; auch dazu Mayrhofer, Verfahrensrechte Minderjähriger sowie Obsorgerechte und -pflichten gegenüber dem Kind (2014) 20; Sonnleitner, Kindeswohl und Konflikt-Workshopbericht, in Ferz/Salicites (Hrsg), Mediation Aktiv 2014, Vielfalt – wer hilft Familien (2014) 97 (97 f). Dahingehend gibt es im aktuellen Kanon des Familienrechts einen großen Katalog an Vorschriften, der das Kindeswohl in den unterschiedlichsten Lebenssituationen Minderjähriger fördert. Der vorliegende Beitrag legt den Fokus auf eine für das Familiengefüge außergewöhnliche Situation, nämlich die Kindesabnahme nach § 211 ABGB und den damit verbundenen Rechtsschutz von Betroffenen nach § 107a AußStrG. Das Antragsrecht nach § 107a AußStrG, eine Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe überprüfen lassen zu können, trägt zur Sicherung des Kindeswohls bei. Eine Wegnahme eines Kindes und die damit verbundene Fremdunterbringung kann schwerwiegende Konsequenzen für das Selbstwertgefühl aller von der Abnahme Betroffenen haben. •  [Fußnote: Kraemer, Das Steinberg-Coaching-Projekt, in Ferz/Salicites (Hrsg), Mediation Aktiv 2014, Vielfalt – wer hilft Familien (2014) 97 (97 f). Die Bedeutung des Rechtschutzes •  [Fußnote: Zur Frage der Reichweite des Rechtsschutzes ausführlich Höllwerth, Gerichtliche Kontrolle der Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers, in Gitschthaler (Hrsg), Kindschafts- und Namenrechts-Änderungsgesetz 2013 (2013) 226 (238). zeigt sich darin, dass eine Maßnahme nach § 211 ABGB, etwa eine Kindesabnahme („volle Erziehung“) •  [Fußnote: Zum Begriff der „vollen Erziehung“ Mayrhofer, Notfallplan Fremdunterbringung, in Ferz/Salicites (Hrsg), Mediation Aktiv 2014, Vielfalt – wer hilft Familien (2014) 23 (25). mit Unterbringung in einer sozialpädagogischen Einrichtung •  [Fußnote: § 28 Abs 2 StKJHG, LGBl 130/2014. oder bei Pflegeeltern, einen Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art 8 EMRK darstellt. •  [Fußnote: Fucik/Jelinek, Kindesabnahme durch den Jugendwohlfahrtsträger - vorläufige Zulässigkeitsprüfung, in Barth/Deixler-Hübner/Jelinek (Hrsg), Handbuch des neuen Kindschafts- und Namensrechts (2013) 313 (313 ff); Höllwerth, Gerichtliche Kontrolle der Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers, in Gitschthaler (Hrsg), Kindschafts- und Namenrechts-Änderungsgesetz 2013 (2013) 226 (227 f); Jaksch, Von der Betrauung mit der Obsorge nach ABGB und JWG, EF-Z 2007, 85 (85). Zusätzlich zu Art 8 EMRK kann die Maßnahme der Abnahme des Kindes und der Fremdunterbringung •  [Fußnote: Der Schutzbereich des PersFrG gewährleistet die freie Entscheidung eines Menschen über seinen Aufenthaltsort. Eine Verletzung liegt vor, wenn mittels staatlichen Zwangs oder die Androhung dessen die Entscheidungsfreiheit beschränkt wird oder unter zu Hilfenahme der genannten Mittel ein Mensch unfreiwillig an einem bestimmten Ort bleiben muss Berka, Verfassungsrecht, Auflage 5 (2013) Rz 1358; VfSlg 13.063/1992. eine Verletzung des Rechts auf persönliche Freiheit •  [Fußnote: BVG über den Schutz der persönlichen Freiheit, Art 5 EMRK, Art 6 EGC. nach sich ziehen. Es stellt sich die Frage, inwiefern Appropriate Dispute Resolution Methoden •  [Fußnote: Siehe zum Thema Erstgespräch Mediation § 107 Abs 3 AußStrG Ferz, Handbuch, Verweis in: Reg 3, Kap 1.8.2, 4 f. einen Beitrag zur Gewährleistung von Kindeswohl(schutz)standards bei Kindesabnahmen leisten können.

Maßgeschneidert für Ihren Erfolg: Profitieren Sie von der WEKA Online-Welt mit fundiertem Fachwissen, Top Suchergebnissen und vielen aktuellen Themenschwerpunkten.

Jetzt das Onlinebuch Mediation bestellen! Zum Shop