Dokument-ID: 491906

WEKA (msc) | News | 23.11.2012

Brandschutzbeauftragter als Sündenbock?

In größeren Firmen muss die Verantwortlichkeit für den Brandschutz an besonders geschulte Mitarbeiter oder an externe Personen übertragen werden. Nach einem Brandfall können diese auch in Strafverfahren oder für Schadenersatzansprüche haften.

Ein Brandschutzbeauftragter erfüllt innerhalb seines oder eines fremden Unternehmens sensible und äußerst wichtige Aufgaben. Werden innerhalb des Brandschutzes Fehler gemacht, sind im Ernstfall nicht nur erhebliche Sachschäden, sondern im schlimmsten Fall auch Personenschäden möglich. Die dann eintretende Haftung kann zwar den Brandschutzbeauftragten treffen, aber nicht in jedem Fall auf ihn abgewälzt werden.

Unternehmen haften bei Nichteinhaltung von Verwaltungsvorschriften

Grundsätzlich haftet nämlich für die Einhaltung der Verwaltungsvorschriften immer der Unternehmer. Dem Brandschutzbeauftragten können zwar zahlreiche Mitwirkungsaufgaben übertragen werden, verwaltungsstrafrechtliche Haftungen sind aber ausgeschlossen (Ausnahme: Das Bundesland Tirol sieht entlang der Tiroler Feuerpolizeiverordnung auch verwaltungsstrafrechtliche Haftungen eines Brandschutzbeauftragten bei Nichterfüllung seiner Verpflichtungen vor).

Fehler des Brandschutzbeauftragten

Anders sieht es aus, wenn Fehler des Brandschutzbeauftragten zu Personenschäden führen. Zivil- und strafrechtliche Verantwortung sind hier in vollem Umfang zu übernehmen. Um dies zu vermeiden ist ein sorgfältiges Handeln als Brandschutzbeauftragter unerlässlich. Werden Missstände ordnungsgemäß gemeldet und ihre sofortige Behebung veranlasst, kann der Brandschutzbeauftragte ruhigen Gewissens in die Zukunft blicken.

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Kapitel 2.1.3

Kapitel 2.5.3

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