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18.06.2024 | Arbeitssicherheit & Brandschutz | ID: 1175849

Drohnen im Brandschutz

Ivo Lagler

Neue Technologien, wie zB der Einsatz von Drohnen, helfen auch in Brandfällen entsprechend rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen, um Schäden noch schneller und effizienter eindämmen zu können.

Drohnen eignen sich im Brandfall hervorragend zB für Lagefeststellungen, für Messungen diverser Parameter, zur Personensuche, zur Lokalisierung von Gefahrenstoffen, zur Beweissicherung, zur Einsatzdokumentation sowie zur Beförderung von Rettungsmittel in unwegsames Gelände.

Damit dies einheitlich vor allem gesetzeskonform umsetzbar ist, hat sich der österreichische Bundesfeuerwehrverband Gedanken darüber gemacht und eine entsprechende Arbeitsgruppe etabliert, da auch in einem Einsatzfall die entsprechenden Regeln der EU-Drohnenverordnung zu beachten sind. Hier wurden Unterlagen erarbeitet, die Feuerwehren helfen, Drohnen organisationsintern richtig einzusetzen und so im Brandschutz effizienter zu werden.

So können Drohnenteams bei der Feuerwehr aus mehreren Personen bestehen, die dem Einsatzleiter die entsprechenden Informationen rasch und gesetzeskonform zur Verfügung stellen und so ein noch schnelleres Arbeiten der Einsatzkräfte ermöglichen, denn sowohl der Datenschutz, aber auch Versicherungsthemen sind bei einem Einsatz von Drohnen zu beachten.

Und da der Einsatz von Drohnen schneller und vor allem kostengünstiger ist als ein Hubschraubereinsatz, überlegen sich bereits viele Feuerwehren Drohnen anzuschaffen.

Einsatz von Drohnen

Damit Drohnen zB in einem Brandfall eingesetzt werden können, müssen Einsatzorganisationen auch entsprechend ausgebildete Personen vorweisen. So ist auch der Erwerb des Drohnenführerscheins Vorrausetzung, um danach die zwei-stufige BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) spezifische Ausbildung zu absolvieren. Und durch den Einsatz von Drohnenteams wird gewährleistet, dass diese Technologie sicher im Einsatzfall verfügbar ist. Dazu werden seitens des österreichischen Feuerwehrverbandes etliche Unterstützungstools für Feuerwehren bundeslandübergreifend angeboten.

Marktentwicklungen

Um die Feuerwehren bei ihrem Einsatz effizient zu unterstützen hat zB die Firma RosenbauerDJI Drohnen im Portfolio, die mittels der Drohnenflotten-Management-Software FlightHub über ein Tablet die Einsatzleitung mit visuellen Daten versorgen kann.

Näheres dazu unter: https://www.rosenbauer.com/de/int/world/produkte/digital-solutions/drohnen

Aber auch der Mitbewerber, die Firma Magirus, hat mit dem Quadrocopter M-Eye eine Drohnenlösung auf den Markt gebracht, die es Feuerwehren erlaubt, rasch Informationen zu sammeln.

Näheres dazu unter: https://www.magirusgroup.com/de/de/produkte/equipment/m-eye/

Akteure

Um diese neue Technologie entsprechend zu testen und entsprechende strategische Einsatzerfahrungen sammeln zu können, hat die Wiener Berufsfeuerwehr an drei Standorten in Wien insgesamt 40 Drohnenpiloten samt Ausrüstung als Pilotprojekt derzeit laufen.

Dabei werden drei verschiedenen Drohnentypen getestet, um für eine langfristige Anschaffung das Beste Modell ausloten zu können. Aber auch in Tirol und Oberösterreich werden Drohnen zur Unterstützung von Feuerwehren mittlerweile eingesetzt, sodass diese Technologie für Einsatzorganisationen sicher noch viel Potential bietet.

Vorteile dieser Technologie

Drohnen sind vielseitig einsetzbar, technisch bereits so weit entwickelt, dass damit eine kostengünstige Alternative zu bisherigen Taktiken und Möglichkeiten verfügbar ist, um damit Menschenleben noch schneller retten zu können.

Und so wie bei der Handyentwicklung auch, schreitet diese Technologie rasch voran und hat bereits den Privatmarkt erobert, sodass zukünftig jeder Einsatzleiter aber auch Betriebsleiter von großen Produktionsfirmen Drohnen für seine Zwecke effizient nutzen kann.

So wäre zB ein Einsatz für Brandschutzbeauftragte genauso möglich, um deren Kontrolltätigkeiten nach Dacharbeiten am Firmenstandort rasch und einfach umzusetzen, da Wärmebildkameras Gutnester nach Heißarbeiten wesentlich rascher detektieren können als das menschliche Auge.

Daher kann diese Technologie als Bereicherung für viele Einsatzmöglichkeiten angesehen werden, sodass es nurmehr an den Verantwortlichen selbst liegt, diese Technologie für sich zu nutzen.

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